Sollte die Wartezeit erfolglos verstrichen sein, empfiehlt es sich sofort die nächste Polizeiwache aufzusuchen und dort den Unfall zu melden. Nur so ist sichergestellt, dass der Tatvorwurf entfällt.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass dem Unfallbeteiligten vom Gesetz die Möglichkeit eingeräumt wird, innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall freiwillig Feststellungen zu ermöglichen. Die Konsequenzen, die bei einem bewiesenen unerlaubten Entfernen vom Unfallort drohen, sind erheblich und oft existenzbedrohend.

Sofern kein völlig belangloser Schaden (bis etwa 20 €) vorliegt und sich keine feststellungsbereiten Personen am Unfallort befinden, ist zunächst der Wartepflicht nachzukommen. Das Gesetz verlangt eine "den Umständen angemessene Zeit". Was darunter zu verstehen ist, hängt u.a. von den Umständen, wie Schwere des Unfalls und Höhe des materiellen Schadens, Tageszeit, Witterung, Verkehrsdichte ab. 30 Minuten Wartezeit dürften in den alltäglichen Fällen ausreichen. Als durchaus hilfreich kann sich erweisen, zwecks Beweissicherung Fotos vom eigenen und fremden Schaden zu machen.
Dieser Antrag hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, wenn der Betroffene bereits eine Reihe von Einträgen im Zentralregister hat oder gar schon einmal wegen Fahrerflucht bestraft wurde.

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Fahrerflucht, Verkehrsunfallflucht
(Straftatbestand gemäß § 142 StGB)

Der Tatbestand der Fahrerflucht ist in § 142 StGB unter Strafe gestellt. Dort wird die Tat als "Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" bezeichnet.

Nach § 142 StGB ist es nach einem Unfall erforderlich, daß man den anderen Unfallbeteiligten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeug und die Art der Beteiligung ermöglicht
oder soweit kein anderer Unfallbeteiligter vorhanden oder bereit ist die Feststellungen zu treffen, eine angemessene Zeit wartet.

Die Norm schützt die Vermögensinterressen des Geschädigten. Dieser soll durch die Feststellung des Unfallverursachers, die Möglichkeit haben, Schadensersatz geltend zu machen.

Hat man sich nach angemessener Wartefrist entfernt, so muß man die Feststellungen von Person, Fahrzeug und Art der Unfallbeteiligung unverzüglich nachträglich ermöglichen, z.B. indem man den Unfall einer nahgelegenen Polizeidienststelle meldet.

Achtung! Ob im konkreten Fall eine Fahrerflucht vorliegt, ist oft für einen Laien schwer zu beurteilen.

Soweit Sie noch Fragen haben, können Sie sich unter der unten genannten Rufnummer sofort von einem Rechtsanwalt am Telefon beraten lassen.







 
 
 
 
 

 
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Beim Einparken einen Moment nicht aufgepasst, leicht gegen ein Verkehrszeichen gefahren, das Schild ist krumm. Nun muss der Autofahrer eine wichtige Entscheidung treffen. Meldet er den Unfall oder macht er sich aus dem Staub? Wählt er die letzte Variante, wird aus einem braven Verkehrsteilnehmer ein Unfallflüchtiger. Denn eine Unfallflucht liegt bereits dann vor, wenn ein Schaden von mehr als 25 Euro entstanden ist. Polizei und Gerichte verstehen bei diesem Delikt keinen Spaß. Dies zeigt die Höhe der Bestrafung, die dem Täter drohen. Es sind sofort sieben Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg fällig. Sieben Punkte ist die "Höchstpunktzahl", die in Flensburg vergeben wird. Der Schädiger muss sofort an der Unfallstelle stehen bleiben. Denn der Autofahrer kann sich schon wegen Unfallflucht strafbar machen, wenn er nach dem Crash zunächst einen Parkplatz sucht oder um die nächste Ecke fährt, auch wenn er die Absicht hatte, zur Unfallstelle zurückzukehren.

Wenn nun kein Geschädigter anwesend ist, etwa weil man gegen ein geparktes Auto oder eine Leitplanke gefahren ist, besteht zunächst die Pflicht, auf den Geschädigten oder die Polizei zu warten. Die Gerichte erwarten vom Verkehrsteilnehmer, dass er "eine den Umständen angemessene Zeit" wartet. Wie lange diese "angemessene Zeit" ist, hängt vom Einzelfall ab. Die Wartezeit variiert von 20 Minuten bis zu 60 Minuten, je nach Tageszeit, Höhe des Schadens und Schwere des Unfalls. Die Wartepflicht entfällt in der Regel nur dann, wenn wegen erheblicher eigener oder fremder Verletzungen eine ärztliche Versorgung nötig ist.

 

 

Konsequenzen für Fahrerflucht ohne nennenswerten Schaden. Wie wird es auch bei Einstellung mit Punkten und Bußgeld aussehen?
Im Interesse der Aufklärung des Schadensfalles ist eine mit einer Selbstanzeige verbundene polizeiliche Meldung zu erstatten.
in Dritter war an dem Unfall nicht beteiligt. Sie verließ die Unfallstelle und meldete den Unfall erst zwei Tage später bei der Kreisverwaltung. Ist das Fahrerflucht? Sie sind dann verpflichtet, Selbstanzeige bei der Polizei zu erstatten.
Die Fahrerflucht stellt einen verwaltungsstrafrechtlichen Tatbestand dar. Die Unfallbeteiligten haben bei einem Unfall die Verpflichtung, gegenseitig ihre Identität nachzuweisen.Der Identitätsnachweis hat nichts mit der Verschuldensfrage zu tun. Haben Sie einen Blechschaden ohne Verletzung einer Person verursacht und Sie verschwinden dann heimlich, wie es sehr oft beim Einparken vorkommt, dann haben Sie einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung begangen.
Die Sache ist von erheblicher Bedeutung, weil man im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Fahrerflucht nicht nur den Führerschein riskiert, sondern auch sieben Punkte in der Flensburger Kartei erhält. Man sollte deshalb so schnell wie möglich die Höhe des Schadens beim Geschädigten selbst feststellen. Ist der gering, so muss man dies der Staatsanwaltschaft vortragen und belegen - dies zugleich mit dem Antrag auf Einstellung des Verfahrens. Dann wird die Staatsanwaltschaft eine Einstellung nicht mehr erwägen. Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Verkehrsunfall vom Unfallort entfernt, bevor er zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs oder der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, dass er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen, wird mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Zivilrechtlich gleicht der eigene Haftpflichtversicherer zwar die gegnerischen Schadenersatzansprüche aus, hat aber die Möglichkeit, den unfallbeteiligten Versicherungsnehmer für einen Teil der entstandenen Kosten in Regress zu nehmen.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort bei tätiger Reue, wenn das Gericht die Strafe mildert oder von Strafe absieht (Unfall im ruhenden Verkehr, geringer Sachschaden, nachträgliche Meldung des Täters innerhalb von 24 Stunden).
Fahrerflucht bei tätiger Reue, falls die Staatsanwaltschaft oder das Gericht das Strafverfahren gänzlich einstellen und nur noch die Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Auch wenn es nur eine Bagatelle ist, wer jetzt einfach weiterfährt, ohne auf den Geschädigten zu warten, begeht Fahrerflucht. Beim Einparken bekommt die Stoßstange eines anderen Fahrzeuges Kratzer, oder bei Dunkelheit wird ein Gartentor gerammt. Wer jetzt einfach weiterfährt, ohne auf den Geschädigten zu warten, begeht Unfallflucht. Hat der Unfallverursacher während der viertelstündigen Wartezeit nicht die Gelegenheit, dem Geschädigten seine Personalien zu geben, muss er unverzüglich die Polizei informieren. Es reicht nichtaus, einfach eine Visitenkarte hinter den Scheibenwischer zu klemmen.
Wenn der Schädiger nach erfolglosem Warten die Unfallstelle verlässt, muss er den Geschädigten unverzüglich informieren. Ist ihm dies nicht möglich, sollte er sich sofort bei der Polizei melden und dort den Unfall anzeigen.
Ich habe gar nichts von einem Unfall gemerkt. Ich wollte es ja gerade melden. Ohne den Verursacher könnten nämlich Unfallverlauf, Verantwortlichkeit, Schadensumfang und die Pflichten der Versicherung nicht geklärt werden, so das Landgericht Limburg. Wer sich trotz Wartepflicht entferne, mache sich nicht nur wegen Unfallflucht strafbar, sondern verliere möglicherweise auch seinen Versicherungsschutz. Zur Höhe des Schadens stellte das Gericht fest, daß andere Gerichte eine Meldepflicht schon bei einem Schaden von 100 DM angenommen hätten.
Wer nach einem Verkehrsunfall Fahrerflucht begeht, behält dann seinen Versicherungsschutz, wenn die Flucht ohne Folgen bleibt und dem Versicherten nur ein geringes Verschulden zur Last fällt.
Auch mitten in der Nacht müssen Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, unverzüglich gemeldet werden. Anderenfalls droht eine Anklage wegen Unfallflucht. Der Unfallhergang oder der Blutalkoholgehalt zum Unfallzeitpunkt müßten jedoch dringend festgestellt werden, um die Schadensersatzansprüche der Geschädigten zu bestimmen.An wen man sich wenden kann, wenn ein Unfallverursacher Fahrerflucht begangen hat.

Fahrerflucht nach einem Unfall (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) ist eine Straftat.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort bei tätiger Reue, wenn das Gericht die Strafe mildert oder von Strafe absieht (Unfall im ruhenden Verkehr, geringer Sachschaden, nachträgliche Meldung des Täters innerhalb von 24 Stunden).
Die strafrechtlichen Konsequenzen hängen von den Umständen (u.a. Höhe des Schadens, eigener strafrechtliche Vorbelastungen etc.) ab. Es droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe, die Beschlagnahme des Führerscheins, die Entziehung der Fahrerlaubnis, eine Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort bei tätiger Reue, falls die Staatsanwaltschaft oder das Gericht das Strafverfahren gänzlich einstellen und nur noch die Ordnungswidrigkeit geahndet wird.